Christin
…es begann mit einem Günther. So hieß dann auch mein erster Drachen, obwohl das Modell ein „Topsy“ war. Zwei Leinen und ein langer Schwanz und die Faszination Lenkdrachen war geboren! Da ich just in dieser Zeit grade eine Lust- und Lebephase hatte, machte ich im Juni 2004 einen Kurs zum Kitesurfen, in dem ich meinen ersten Kontakt mit Drachen hatten, die locker das Gewicht eines Menschen durch die Gegend schleppen konnten. Verblüffend und verängstigend – den Drachen, den ich meine, war ein 1,5qm-Trainer-Tubekite… Heute schmunzel ich über diese Situation, die sehr nachdrücklich war, mir klar zu machen, welches „mein“ Sport werden sollte. Ich blieb bei der Nachwirkung dieses – im wahrsten Sinn des Wortes – „bewegenden“ Erlebnisses und bin heute im Bereich „Powerkiting“ heimisch geworden.
Ich hangelte mich nicht, wie so oft empfohlen, über zahme Einsteigerdrachen hinauf, nein, ich begann mit einem „Obsession“ (nagut, da ist der Einsteiger), dann kam eine „Bad Widow“ (Speed und Power) gefolgt von meiner ersten Matte, einem „Little Devil 3.0“ (Power pur). Später gelangte ich dann nach einem Abstecher in die Mattenwelt („Pepper 5.5“) erst zu den Powerkites („Beast I“ und „Imp“) und dann zu den großen Stabdrachen. In dieser Kategorie legte ich mich gleich mit der Königin an: dem Topas 4.5. Nach diesem Höhenflug hatte ich nichts mehr, was meinen Übermut noch übertrumpfen konnte und so sammelte ich weiter Powerkites („Devil Wing 2.5 Prototype“ und „Topas 3.0“) und Miniflieger („Mosquito Flash Outdoor“, „MiniJet“ und „Micron“).
Da das „Arschledern“ auf die Dauer etwas anstregend wird und auch etwas an Würze verliert, stand ich eines Tages staunend auf meinem eigenen Kitelandboard („Scrub Deimos“) und fand das ziemlich wackelig. Man gewöhnt sich ja an alles, und weil ich mich schon an meine Stabdrachen gewöhnt hatte, drehte ich meine ersten erfolgreichen Runden auf dem KLB mit dem Topas 3.0. Da das nicht so „das Gelbe vom Ei“ war, musste sofort in die Königsklasse des Drachenfliegens eingestiegen werden: Depower in 9.5qm („Gyro 07“) und später angemessen kleiner („Pantera 6.5“). Ich weiß auch nicht, warum ich mich immer in absteigender Größenfolge an die Drachen heranwagen muss. Wahrscheinlich, weil ich mir immer denke „Versuch macht kluch. Danach ist eh das Schlimmste überstanden…“ Oder, was ich mal gelesen habe: „Das Leben ist unvorhersehbar – iss den Nachtisch zuerst!"
Meine Drachentasche im Schnelldurchlauf:
"The Beast I" (HQ-Invento)
"Topas 4.5" (Spacekites)
"Devil Wing 2.5" (HQ-Invento)
"Mosquito Flash Outdoor" (Mosquito-Kites)
"Topas 3.0" (Spacekites)
"Micron" (Prism)
"The Skate" (Focus Kites)
"Imp" (Ozone)
"Pepper 5.5" (Peter Lynn)
"Pantera 6.5" (Libre)
